Detektiv – Das richtige Leben

Detektiv nicht wie im Fernsehen

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Der Detektiv im Fernsehen erfreut sich momentan großer Beliebtheit. Ob Anwalt Lentzen seine Mannen los schickt oder andere nach Gumshoe-Methoden Leute überwachen – das Publikum mag es.

Darum verstehen viel Menschen unter dem Begriff Detektiv eben nicht zuletzt durch die Klischees der TV-Serien oder Kinofilmen, draufgängerische Verbrecherjäger, die sich permanent über Gesetze hinwegsetzen.
Die Wirklichkeit sieht allerdings anders aus. Detektive leisten als Privat- oder Wirtschaftsermittler gegenüber ihren Auftraggebern wertvolle Hilfe und das unter absoluter Loyalität.

Echte Detektivarbeit hat mit diesen Sendungen nichts gemeinsam denn sie besteht aus Observationen, Recherchen und Befragungen. Diese Erkenntnisse und Informationen werden dokumentiert und zur Verfügung gestellt, damit sie als Beweismaterial auch ggf. vor Gericht verwendet werden können.

Ein Privatdetektiv benötigt als erstes nicht eine Lupe und einen Waffenschein nebst imageträchtiger „Knarre“ sondern Geduld, die Fähigkeit sich in eine Situation hineinzuversetzen und das nötige Köpfchen. Kreativität ist Voraussetzung, unvorhergesehene Umstände dürfen ihn nicht veranlassen das Ziel aus den Augen zu verlieren, es muß eine gewisse Anpassungsfähigkeit vorhanden sein und vor allem sollte er in der Lage sein mit den Leuten ins Gespräch zu kommen.

Wichtig ist daher auch eine anerlernte Fragetechnik, um die nötige Details in einer unauffälligen Art und Weise von Mitmenschen zu erfahren. Am Besten ein Durchschnittsbürger wie 1000e andere auch, mit dem man kurz spricht und ihn vielleicht auch sympathisch findet, den man dann aber auch wieder vergisst.

Observationen finden nicht Stoßstange an Stoßstange statt, oft ist es erforderlich, dass mehrere Leute zusammenarbeiten um auch keinen Verdacht zu erwecken. Ein unbekanntes Fahrzeug, das die ganze Nacht vor einem Haus in einer Siedlung parkt wird bestimmt auffallen. Insofern ist hier besonderer Einfallsreichtum gefragt aber auch technisches Know-How vom Detektiv gefordert. Die Devise heisst: Verdeckte Ermittlung.

Detektiv im Web 2.0

Wir geben hier keine Berufsgeheimnisse bekannt wenn wir Ihnen sagen, dass natürlich auch soziale Netzwerke und das Internet als ganzes, ein Betätigungsfeld für den Detektiv ist. Er muss genauso auf du und du mit der Technik sein wie seine Zielperson.

Detektive haben Facebook- und andere Profile und finden auch Wege sich mit den Zielpersonen „anzufreunden“. Das ermöglicht eine rasche Recherche der Basis für die weiteren Ermittlungen.

In den USA enstand der Begriff des Profilers. Ein Ermittler sollte in der Lage sein, ein Profil seiner Zielperson zu erstellen, dann weiß er auch wann und wo er sie wieder antreffen kann.

Zusammengefasst kann gesagt werden, dass man sich nicht als Detektiv berufen fühlen sollte, weil man einige Fernesehserien gesehen hat die aus wilden Verfolgungsjagden oder gar heimlichen Einbrüchen bestanden, keine Ausbildung, weder in Rechtskunde noch in den standesmäßigen Verhaltensregeln besitzt.

Detektivarbeit besteht aus trockener Recherche. Diese muss akribisch und mit der entsprechenden Kombinationsgabe erfolgen, dann können Sie sicher sein, dass die Informationen, die Sie durch einen Detektiv bekommen, Ihnen auch die nötige Sicherheit und Vorsprung verschaffen.

Was ist wichtig bei der Wahl eines Detektivs

Für den Auftraggeber ist es naturgemäß schwierig, die Qualität eines Detektivs zu erkennen. Wesentlich ist daher immer das persönliche Gespräch.

Achten Sie aber bei der Auswahl und Beauftragung darauf, dass der Detektiv in einem Detektivverband Mitglied ist, dieser Verband sollte der IKD (Internationale Kommission der Detektive) angeschlossen sein, dann haben Sie Gewissheit, dass der Detektiv eine Sachkundeprüfung abgelegt hat, regelmäßige Fortbildungen angeboten werden und Ihnen dadurch eine Qualitätssicherung gewährleistet wird.